Zahnmedizin und Medizin lehnen GOZ-Referentenentwurf als „insgesamt völlig unzulänglich“ ...
Versandapotheke
Artikel suchen
Artikeldetails
Kategorie
Gesundheit
Lokaler Bezug des Artikels
Berlin (Berlin) Informationen zu Berlin Deutschland
Urheber des Artikels
Bundeszahnärztekammer
zur Autorenhomepage
Zahnarzt-News
Gesundheit | 2008-11-17 18:09:33

Zahnmedizin und Medizin lehnen GOZ-Referentenentwurf als „insgesamt völlig unzulänglich“ ab

Zahnmedizin und Medizin lehnen GOZ-Referentenentwurf als „insgesamt völlig unzulänglich“ ab



Berlin (pressrelations) -
Zahnmedizin und Medizin lehnen GOZ-Referentenentwurf als „insgesamt völlig unzulänglich“ ab Berlin, 17. November 2008 - Die deutsche Zahnärzteschaft und die deutsche Ärzteschaft lehnen den vom Bundesgesundheitsministerium (BMG) vorgelegten Referentenentwurf für eine neue (privatzahnärztliche) Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) als „insgesamt völlig unzulänglich“ ab und fordern grundlegende Korrekturen. Im Rahmen einer außerordentlichen Bundesversammlung der Bundeszahnärztekammer (BZÄK) wurde eine entsprechende Grundsatzerklärung einstimmig verabschiedet. Der darin verkündeten Ablehnung des Entwurfs schloss sich die Bundesärztekammer (BÄK) an. Die Rückweisung war das Ergebnis einer knapp dreiwöchigen Analyse des GOZ-Entwurfs durch verschiedene Gremien von BZÄK, Kassenzahnärztlicher Bundesvereinigung (KZBV), der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK) sowie verschiedener Berufsverbände. Die Ablehnung des Referentenentwurfs durch die deutsche Zahnmedizin erfolgt deshalb in einmütiger Geschlossenheit. Auch die BÄK weist den Entwurf als unverkennbaren Versuch zurück, privatärztliche Gebührenordnungen denen der gesetzlichen Krankenversicherung, also dem Bema oder dem EBM, anzugleichen, um so einer Einheitsversicherung den Weg zu bereiten. Der Entwurf sei „fachwissenschaftlich fehlerhaft“ und konterkariere die immer bedeutsameren Wechselbeziehungen zwischen Medizin und Zahnmedizin so die Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK), die substanziell schärfste Kritik. Die DGZMK gehe davon aus, dass der vorliegende Entwurf auch vom Wissenschaftsrat abgelehnt werde. Die Grundsatzerklärung der BZÄK-Bundesversammlung im Wortlaut: "Die Bundesversammlung der Bundeszahnärztekammer lehnt den vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) vorgelegten Referentenentwurf einer „Verordnung zur Änderung der GOZ“ als insgesamt völlig unzulänglich ab. Der vorliegende Entwurf genügt weder fachlichen Kriterien, noch auch nur annähernd betriebswirtschaftlichen Zwängen in der Praxis. Die nach 21 Jahren überfällige Anpassung der GOZ an die Steigerung des allgemeinen Preisindexes ist komplett unterblieben. Statt der längst überfälligen Anhebung der Honorierung führt der vorliegende Entwurf zu einer Absenkung. Das ist insgesamt für Patienten und die Zahnärzteschaft unzumutbar. Der Entwurf wird im Berufsstand keine Akzeptanz finden, wenn nicht mindestens folgende Forderungen erfüllt sind: Es müssen die betriebswirtschaftlich notwendig erforderlichen Rahmenbedingungen hergestellt werden, damit zahnärztliche Leistungen in der erforderlichen Qualität erbracht werden können. Die Gebührenpositionen müssen den Inhalten der wissenschaftlichen Neubeschreibung einer präventionsorientierten Zahnheilkunde folgen. Die sogenannte „Öffnungsklausel“ (§ 2a GOZ) muss ersatzlos gestrichen werden. Sie ist grundgesetz- und europarechtswidrig. Die Möglichkeit zur freien Vertragsgestaltung zwischen Patient und Zahnarzt muss wiederhergestellt werden. Die Verankerung der Mehrkostenregelung des SGB V in der GOZ muss aus fachlichen und rechtssystematischen Gründen ersatzlos gestrichen werden. Der Verordnungsgeber ist nach dem Gesetz über die Ausübung der Zahnheilkunde ausdrücklich verpflichtet, den berechtigten Interessen auch der Zahnärzte Rechnung zu tragen. Der vorliegende Referentenentwurf verletzt diese Verpflichtung in eklatanter Weise." Pressekontakt: Jette Krämer, Bundeszahnärztekammer, Tel.: 030/ 40005-150, presse@bzaek.de Alexander Dückers, Bundesärztekammer, Tel.: 030 / 40 04 56-700, presse@baek.de  
 
bearbeiten: Zahnmedizin und Medizin lehnen GOZ-Referentenentwurf als „insgesamt völlig unzulänglich“ ab
Ähnliche Zahnarzt-News

Safer Internet Day: 2011 weniger, aber zielgenauere Beschwerden / Internet-Beschwerdestelle erläutert Statistik 2011 ...

 2012-02-06 12:16:49

Köln (ots) - Die Anzahl der Beschwerden über rechtswidrige Internet-Inhalte geht zurück: Im Jahr 2011 gingen zwar mehr als 55.000 entsprechende Meldungen bei der Internet-Beschwerdestelle von eco ein. Im Vorjahr allerdings waren es noch mehr als 70.000 Hinweise. Für die Bürger bleibt das häufigste Problem unerwünschte Werbung: 94 Prozent der Kontakte waren Beschwerden über E-Mail-Spam ...

Mayer: Erschütternder Trend bei Linksextremismus

 2012-02-06 12:15:39

Berlin (ots) - Heute wurde bekannt, dass die Zahl der linksextremistischen Gewalttaten im Jahr 2011 sprunghaft angestiegen ist. Dazu erklärt der innen- und rechtspolitische Sprecher der CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag, Stephan Mayer: "Die rasante Zunahme linksextremistischer Gewalttaten um mehr als ein Viertel im vergangenen Jahr ist erschütternd. Ein Ende dieser schrecklichen ...

Spielwarenmesse steigert Internationalität mit neuem Messestart

 2012-02-06 12:15:26

Nürnberg (ots) - Zur 63. Spielwarenmesse International Toy Fair Nürnberg strömten insgesamt 77.500 Einkäufer und Händler aus aller Welt auf die Fachmesse (2011: 79.243). Der Anteil der internationalen Besucher steigerte sich auf 55 Prozent, was auch auf den neuen Messestart zurückzuführen ist. In diesem Jahr hat die Spielwarenmesse bereits am Mittwoch, einen Tag früher als bisher, ...

Nachhaltige Energie aus Algen / KIT präsentiert Mikroalgentechnologie auf der Research & Technology

 2012-02-06 12:14:41

Hannover (ots) - Auch wenn der Klimawandel derzeit weniger Schlagzeilen verursacht, die Notwendigkeit zum ökologischen Handeln bleibt unvermindert hoch. Daran erinnern tagtäglich weiter steigende Energiepreise. Vor diesem Hintergrund arbeiten Forschung und Entwicklung mit Hochdruck an Alternativen, um nach Möglichkeit gleich zwei Ziele gleichzeitig zu erreichen: die Bereitstellung von ...

Geschäftsjahr 2011: Energiedienst Holding AG behauptet sich in schwierigem Umfeld (Langversion)

 2012-02-06 12:14:30

Laufenburg (ots) - - Stromabsatz und Gesamtleistung gesteigert - EBIT und Unternehmensergebnis leicht unter Vorjahresniveau - Verwaltungsrat beantragt bei der Generalversammlung eine steuerbefreite Ausschüttung von Reserven aus Kapitaleinlagen von CHF 1,50 je Aktie - Zunehmender Margendruck beeinflusst künftiges Ertragsniveau Die Ertragslage der Energiedienst Holding AG war im Jahre ...
.
© 6.2.2012 - powered by EURIP.com
Zahnmedizin und Medizin lehnen GOZ-Referentenentwurf als „insgesamt völlig unzulänglich“ ab (Gesundheit) [0.071106 sec]