Diabetes: Vitamin- und Mineralstoffmangel schürt Folgeerkrankungen
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Gesellschaft für Biofaktoren e.V.
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Zahnarzt-News
Wirtschaft | 2011-10-04 12:04:19

Diabetes: Vitamin- und Mineralstoffmangel schürt Folgeerkrankungen

Freudenstadt (ots) - Diabetiker und Diabetes-Gefährdete sollten
unbedingt auf eine optimale Versorgung mit Vitaminen, Mineralstoffen
und Spurenelementen achten. Darauf wies die Gesellschaft für
Biofaktoren e.V. (GfB) auf einer Veranstaltung beim Kongress des
Zentralverbands der Ärzte für Naturheilverfahren (ZAEN) in
Freudenstadt hin. "Durch die Stoffwechselstörung und die Einnahme von
Medikamenten ist der Bedarf an bestimmten Vitalstoffen teils deutlich
erhöht. Wird dieser Mehrbedarf nicht gedeckt, kann das den Diabetes
verschlimmern, die Blutzuckereinstellung erschweren und
Folgeerkrankungen wie Nervenstörungen (Neuropathien) oder
Herz-Kreislauferkrankungen fördern," so das Fazit der Wissenschaftler
von der GfB.

So spiele beispielsweise ein Magnesiummangel bei der Entstehung
des Diabetes mellitus und seiner Folgeerkrankungen eine wichtige
Rolle, wie Prof. Klaus Kisters von der Medizinischen Klinik I des St.
Anna Hospitals in Herne berichtete. Doch "gerade Diabetiker,
besonders jene mit nicht optimaler Stoffwechseleinstellung, weisen
zum Teil schwere Magnesiumverluste über den Urin auf, die zu
chronischem Magnesiummangel führen", betonte der Internist. Eine
unzureichende Magnesiumversorgung beeinträchtigt nicht nur den
Zuckerstoffwechsel, sondern erhöht auch das Risikos für
Herz-Kreislauf-Erkrankungen. "In Anbetracht der Tatsache, dass mehr
als 75% aller Diabetiker an Herz-Kreislauf-Erkrankungen sterben,
sollte daher dieser leicht vermeidbare Risikofaktor in der Praxis
größere Aufmerksamkeit finden", appellierte Prof. Joachim Schmidt,
Pharmakologe aus Dresden.

Auch B-Vitamine spielen eine zentrale Rolle im Energie- und
Zuckerstoffwechsel, sind aber häufig bei Diabetikern Mangelware.
"Eine aktuelle britische Studie zeigt, dass bei Diabetikern eine um
75% reduzierte Konzentration von Vitamin B1 im Blutplasma vorliegt
und die Ausscheidung über den Urin stark erhöht ist", berichtete
Prof. Burkhard Herrmann, Diabetologe aus Bochum. Ein Mangel an dem
Vitamin fördere eine Neuropathie, eine der häufigsten
Folgeerkrankungen des Diabetes. Ebenso könne ein Mangel an Vitamin
B12 neurologische Störungen verursachen, sagte Apotheker Uwe Gröber,
Leiter der Akademie für Mikronährstoffmedizin, Essen. Gefährdet seien
vor allem Diabetiker, die den blutzuckersenkenden Wirkstoff Metformin
einnehmen. Denn das Medikament behindere die Aufnahme und Verwertung
des Vitamins.

Einige Biofaktoren werden heute sogar erfolgreich in der Therapie
diabetischer Begleiterkrankungen eingesetzt: Wie der Diabetologe
Prof. Hilmar Stracke vom Universitätsklinikum Gießen und Marburg
ausführte, zeigten Studien, dass eine Vorstufe von Vitamin B1
(Thiamin), das Benfotiamin, bei Patienten mit diabetischer
Neuropathie die Nervenfunktion verbessern und die Symptome wie
Kribbeln, Brennen und Schmerzen in den Füßen lindern könne.

Weitere Infos unter www.gf-biofaktoren.de  
 
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