Überleitungsmanagement von MRSA-Patienten
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Gesundheit | 2006-03-25 23:14:54

Überleitungsmanagement von MRSA-Patienten

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Überleitungsmanagement von MRSA-Patienten

Pilotprojekt: Kooperation der B. Braun Melsungen AG mit dem Seniorenzentrum Halstenbek

~~~ Hamburg/Melsungen. ~~~Der Medizinprodukte-Hersteller B. Braun Melsungen AG hat eine neue, Kosten sparende Lösung für Kliniken entwickelt, die sich mit der Versorgung von MRSA-infizierten Patienten auseinander setzen müssen. Um betroffene Krankenhäuser von den zusätzlichen hohen Kosten für die MRSA-Therapie zu entlasten, koordiniert B. Braun gemeinsam mit dem Hamburger Seniorenzentrum Halstenbek die Überleitung der infizierten Patienten von der Klinik in das speziell für die Betreuung und Therapie von MRSA-Patienten ausgerichtete Seniorenzentrum. Dieser Service ist für die Klinik kostenfrei.

Diese bundesweit völlig neuartige Dienstleistung bietet B. Braun in Kooperation mit dem Seniorenzentrum Halstenbek an. Der Service ist zunächst auf die Region Hamburg beschränkt, soll aber mittelfristig weiter ausgedehnt werden. Das Seniorenzentrum stellt zu diesem Zweck Betten zur Verfügung, die unter Beachtung aller Isolierungs- und Hygienemaßnahmen mit den MRSA-infizierten Patienten im Rahmen der Kurzzeitpflege belegt werden können. Qualifiziertes Personal übernimmt die Dekontamination, Pflege und Betreuung bis zur vollständigen MRSA-Sanierung. Je nach Gesundheitszustand wird der Patient im Anschluss nach Hause bzw. in die Langzeit-Pflege entlassen oder wieder in die Klinik überführt. Die Experten der Kooperation B. Braun/Halstenbek übernehmen das komplette Überleitungsmanagement, ohne dass den Kliniken hierdurch Kosten entstehen.

Während MRSA für Bewohner von Senioren- und Pflegeeinrichtungen bei professioneller Betreuung in der Regel keine Gefahr darstellt, erzeugt die Ausbreitung des Keims im Krankenhaus hohe Zusatzkosten, kann zu lebensbedrohlichen Erkrankungen führen und ist nur schwer zu kontrollieren. MRSA kann vor allem durch die erhöhte Verweildauer der Patienten zu einer ernsthaften ökonomischen Bedrohung für das betroffene Krankenhaus werden. Denn die MRSA-Therapie wird im DRG-System nicht angemessen vergütet. Die Braun Melsungen AG setzt sich daher aktiv für die MRSA-Eindämmung ein und bietet unter www.mrsa.bbraun.de umfangreiche Informationen und Expertentipps zur Prävention und Sanierung an.

MRSA – Eine Infektion mit Folgen

Infektionen durch MRSA-Stämme weisen eine höhere Mortalität auf, führen zu einer längeren Verweildauer der Patienten im Krankenhaus und verursachen höhere direkte Kosten für Diagnostik und Therapie. Experten beziffern die finanziellen Mehraufwendungen pro MRSA-Patient auf der Intensivstation mit 1.622 Euro pro Tag1. Krankenhäuser müssen zusätzlich davon ausgehen, dass sich die Kosten nur für die Sperrung von Betten für die notwendigen Isolierungsmaßnahmen an einem Großklinikum auf ca. 210.000 Euro pro Jahr belaufen2.

MRSA ist einer der häufigsten Verursacher von nosokomialen Infektionen. Grund der zunehmenden Verbreitung sind die insuffiziente Umsetzung von prophylaktischen Hygienemaßnahmen und der unkritische Einsatz von Antibiotika. Die Multi-Resistenz des Keims gegen nahezu alle Standard-Antibiotika schränkt die Behandlungsmöglichkeiten erheblich ein und begünstigt damit die weitere Verbreitung. Vor allem bei intensiv-medizinisch versorgten Patienten mit einem geschwächten Immunsystem kann die Besiedelung mit MRSA zu Infektionen und folgenschweren Erkrankungen wie Lungenentzündung, Wundinfektion und Septikämie führen. Hauptübertragungsquelle: medizinisches Personal mit Kontakt zu MRSA-Patienten. Für die Keimübertragung reicht ein einfacher Händekontakt meistens schon aus.

1Geldner et al., 2Popp et al.

MRSA: zunehmende Verbreitung in deutschen Kliniken

Die Häufigkeit von MRSA (methicillin-resistenter Staphylococcus Aureus) in deutschen Kliniken ist in den vergangenen Jahren stetig gestiegen. Lag die Infektionsquote 2001 noch bei ca. 20%, sind nach Angaben des Robert Koch-Instituts im Jahr 2003 bereits 30% der Patienten mit MRSA infiziert –Tendenz steigend.

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.mrsa.bbraun.de

oder über:

B. Braun Melsungen AG
Kundenservice
Postfach 11 58
34201 Melsungen
Deutschland
Telefon: 05661 71 3399
Fax 0800 2272838
e-mail: info-opm@bbraun.com

Ein Belegexemplar senden Sie bitte an Frau Andrea Thöne. Falls Sie die Pressemeldungen der B. Braun Melsungen AG zukünftig tagesaktuell 'online' beziehen möchten, melden Sie sich an beim Journalistenservice, e-mail: presse@bbraun.com.

Kontakt:

Medizin-Medienverlag, Unit der E-Based-MedienCompany GmbH, Beate Döring, Zeppelinstr. 71-73, D-81669 München, Telefon: 089 - 45835 - 301, Telefax: 089 - 45835 - 306, Internet: www.medizin-medienverlag.de; eMail: beate.doering@medizin-medienverlag.de  
 
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