Zwei Geflügelpest-Fälle bei Wildvögeln in Bayern
DocMorris - Europas größte Versandapotheke
Artikel suchen
Artikeldetails
Kategorie
Gesundheit
Lokaler Bezug des Artikels
München (Bayern) Informationen zu München Deutschland
Urheber des Artikels
Bayerisches Staatsministerium für Umwelt (StMUGV)
zur Autorenhomepage
Zahnarzt-News
Gesundheit | 2006-03-01 05:04:36

Zwei Geflügelpest-Fälle bei Wildvögeln in Bayern

Zwei Geflügelpest-Fälle bei Wildvögeln in Bayern


Zwei Geflügelpest-Fälle bei Wildvögeln in Bayern

Schnappauf: Sperrbezirke und Beobachtungsgebiete eingerichtet - Vorsorgemaßnahmen verstärkt.

Erstmals wurden bei zwei Proben verendeter Wildvögel in Bayern H5N1-Infektionen nachgewiesen. Wie Verbraucherschutzminister Werner Schnappauf heute in München mitteilte wurde das Geflügelpest-Virus bei einem Höckerschwan in der Gemeinde Schwabstadl (Landkreis Landsberg am Lech) und bei einer Stockente in der Gemeinde Sachsenkam (Landkreis Bad Tölz - Wolfratshausen) festgestellt. Schnappauf: 'Die für den Seuchenschutz zuständigen Landkreise haben umgehend die in der Wildvogel-Geflügelpestschutzverordnung aufgeführten Maßnahmen durchgeführt. Der Freistaat war für den Fall vorbereitet, denn bei der Dynamik des Geflügelpesterregers war es nur eine Frage der Zeit, bis auch Bayern den ersten Fall hat.' Jetzt gelte es konsequent alles zu tun, um die Einschleppung des Virus in die Nutzgeflügelbestände zu vermeiden. Auch wenn von der Geflügelpest für den Menschen keine unmittelbare Gefahr ausgeht, so drohe doch ein enormer wirtschaftlicher Schaden für die Geflügelhalter. Daher gelten in den Schutzzonen strenge Hygienevorschriften und Handelsbeschränkungen für die Geflügelhalter. Ob es sich um den hochpathogenen Asia-Typus handelt, muss nun durch das EU-Referenzlabor in Weybridge bestätigt werden.

Die Landkreise haben mit Unterstützung des Mobilen Veterinärdienstes einen Sperrbezirk mit 3 Kilometer Radius und ein Beobachtungsgebiet mit 10 Kilometer Radius um die Fundorte eingerichtet. Die Schutzzone um den Fundort im oberbayerischen Landkreis Landsberg reicht auch noch in den schwäbischen Landkreis Augsburg-Land. Alle Geflügelhalter in den betroffenen drei Landkreisen wurden bereits ermittelt und werden derzeit benachrichtigt. Die Fundorte wurden abgesperrt. Bei den beiden Tieren handelt es sich um Einzelfunde, eine größere Anzahl von verendeten Tieren wurde bisher nicht gefunden. Die Fundstellen wurden abgesperrt.

Der Schwan war am 20. Februar im Landkreis Landsberg am Lech bei Schwabstadel verendet aufgefunden worden und zur Untersuchung ans Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in Oberschleißheim übersendet worden. Nachdem der am 22. Februar durchgeführte Influenza -A -Schnelltest (mittels RT-PCR - Dauer 48 Stunden) positiv war, wurde der Schwan am 24. Februar an das Nationale Referenzlabor des Friedrich Löffler Instituts auf der Insel Riems geschickt. Die Stockente aus dem oberbayerischen Landkreis Bad Tölz wurde bei Sachsenkam am 20.02. verendet aufgefunden und ging am 24.02. zur Bestätigung ans Referenzlabor nach Riems.

In der Zeit vom 16.02. bis 25.02. 2006 wurden insgesamt 733 Proben von Wildvögeln an das LGL eingesandt. Untersucht wurden 595 Proben. Durch das Friedrich-Löffler-Institut wurden bis heute 2 Proben H5N1 positiv bestätigt. Zur Abklärung am FLI befinden sich derzeit bayerische 9 Proben.

Im Umkreis von 3 Kilometern um den Fundort wurden Sperrbezirke eingerichtet, in denen für eine Zeitraum von 21 Tagen folgende Maßnahmen gelten:
Lebendes Geflügel und in Gefangenschaft gehaltene Vögel anderer Art sind regelmäßig klinisch zu untersuchen. Jegliches Verbringen aus dem Bestand ist verboten (so genannter 'stand still'). Bruteier und Eintagsküken dürfen nicht aus einem Geflügel haltendem Betrieb verbracht werden; Frisches Fleisch, Hackfleisch, Schabefleisch, Fleischerzeugnisse sowie Fleischzubereitungen aus Geflügel und Vögeln dürfen weder aus noch in Geflügel haltende Betriebe verbracht werden. Auch für so genannte Nebenprodukte gilt: Kein Verbringen aus oder in Geflügel haltenden Betrieben. Gülle bzw. Mist von Geflügel darf nicht aus der Schutzzone verbracht werden. Über die Dauer von 21 Tagen hinaus ist bis zum 30. Tag seit amtlicher Feststellung der Infektion jegliches Verbringen aus dem Bestand ebenfalls nur mit Genehmigung gestattet.

Über die Schutzzone hinaus wird mit einem Radius von mindestens 10 Kilometern um den Fundort Beobachtungszonen eingerichtet. In diesem Beobachtungsgebiet werden folgende Regelungen getroffen:

Im Zeitraum von 15 Tagen nach Feststellung der Infektion dürfen lebendes Geflügel und in Gefangenschaft gehaltene Vögel anderer Art nicht aus der Beobachtungszone verbracht werden. Im Zeitraum von 30 Tagen nach Feststellung der Infektion dürfen lebendes Geflügel und in Gefangenschaft gehaltene Vögel anderer Art nur mit Genehmigung und nur innerhalb der Überwachungszone verbracht werden.

Im Sperrbezirk im Landkreis Landberg am Lech befinden sich 20 Geflügelhalter, der größte Betrieb mit 150 Hühnern, die restlichen Betriebe halten zwischen 10 und 30 Tieren. Im Sperrbezirk des Landkreises Bad Tölz - Wolfratshausen befinden sich 5 Geflügelhalter (Kleingeflügelhalter), im Beobachtungsgebiet liegen 46 Betriebe, ebenfalls Kleingeflügelhalter.

Weitere Informationen: http://www.gesundheit.bayern.de  
 
bearbeiten: Zwei Geflügelpest-Fälle bei Wildvögeln in Bayern
Ähnliche Zahnarzt-News

WWE mit Superstar und Action auf der YOU

 2012-05-21 12:10:54

Berlin (ots) - Premierenfieber bei YOU und WWE (World Wrestling Entertainment): Die größte Action Soap Opera der Welt gibt ihr Debüt auf einer Messe in Deutschland. Vom 8. bis 10. Juni 2012 können alle WWE-Fans auf der YOU den von der WrestleMania und SummerSlam-Woche bekannten und beliebten "Make YOUR OWN ENTRANCE" erleben. Zum ersten Mal werden sie außerhalb Nordamerikas die Möglichkeit ...

Jungspund gewinnt Deutsches Spring-Derby - Lüneburg feiert in Hamburg

 2012-05-21 12:10:18

Hamburg (ots) - Nisse Lüneburg wusste erst Mal nicht wie ihm geschah - 148. fehlerfreie Runde im 83. Deutschen Spring-Derby, präsentiert von Tchibo, mit Calle Cool geritten, damit das Stechen sicher gestellt gegen Torben Köhlbrandt (Ibbenbüren) und C-Trenton Z und im Stechen schließlich alles richtig gemacht mit einer tadellosen Runde. Ergebnis des Tages: Derbysieger! "Das war ein ...

Rheinische Post: Fairer Metall-Tarif Kommentar Von Thomas Reisener

 2012-05-21 12:09:51

Düsseldorf (ots) - Mit ihrem Pilot-Abschluss für die Metall- und Elektroindustrie haben die Tarifparteien Verantwortung gezeigt. Wie schon beim Krisenabschluss vor gut zwei Jahren beließen sie es öffentlich bei ein paar Warnstreiks und etwas Appell-Folklore, setzten hinter den Kulissen aber zügig einen fairen Kompromiss durch. 4,3 Prozent sind ein ordentlicher Lohnzuwachs über die Inflation ...

OV: Mehr Gerechtigkeit Zum Thema private Krankenversicherung Von Ruth Honkomp

 2012-05-21 12:09:40

Vechta (ots) - Die privaten Krankenversicherungen sind überflüssig. Ihre Abschaffung wäre ein Befreiungsschlag für unser Gesundheitssystem. Wenn Arm und Reich, Singles und Familien, Beamte und Angestellte in die gleiche Kasse einzahlen, profitieren alle gleichermaßen vom hohen Standard der medizinischen Versorgung in Deutschland. Genau das wollen die Befürworter der Bürgerversicherung. ...

PHAGRO-Vorstandswahlen in Kiel / Dr. Thomas Trümper als Vorsitzender des Bundesverbandes des pharmazeutischen ...

 2012-05-21 12:09:09

Berlin (ots) - Mit Dr. Thomas Trümper wurde anlässlich der PHAGRO-Mitgliederversammlung am 16. Mai 2012 in Kiel dessen bisheriger Vorsitzender für zwei weitere Jahre in seinem Amt bestätigt. Dr. Trümper, im Hauptberuf Vorstandsvorsitzender der Andreae-Noris Zahn AG, steht dem Verband bereits seit 2006 vor. In seine letzte Amtszeit fallen wichtige Änderungen im Arzneimittelmarkt, darunter ...
.
© 22.5.2012 - powered by EURIP.com
Zwei Geflügelpest-Fälle bei Wildvögeln in Bayern (Gesundheit) [0.412055 sec]